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Spotted Eagle in Innsbruck!

Altes Wissen – Neue Bewusstheit

Rück-Verbindung zur „Mutter Erde“

Workshop mit Mala Spotted Eagle – einem native American

 

In einer Verbindung aus Vorträgen und praktischen Aktivitäten greift Mala Spottet Eagle in diesem Workshop auf die Weisheiten der amerikanischen Ureinwohner zurück um die Seminarteilnehmenden an eine tiefere Verbindung zur Mutter Erde heranzuführen.

Wir werden entdecken, wie uns diese Lebensweise hilft, eine stärkere persönliche Beziehung zur Natur zu entwickeln und wie wir aus dieser Verbindung im Alltagsleben Kraft beziehen können.

Der Workshop wird uns Möglichkeiten aufzeigen wie wir unseren persönlichen spirituellen Pfad vertiefen können, indem wir Weisheiten und Traditionen von nativen Völkern nutzen und in den Kontext einer modernen Lebensweise stellen. Wir erinnern uns an unsere persönliche Verbindung zur Natur und wie wir mit der Erde, mit uns untereinander und mit uns selbst im täglichen Leben auf respektvollere Art und Weise umgehen können.

 

Einige Themen im Workshop werden sein:

  • Wie wir negative Gedanken in positive Energie umwandeln können
  • Wie wir verschiedene Elemente der Natur, wie zB Hitze, Kälte, Dunkelheit,… willkommen heißen und mit ihnen besser umgehen können
  • Wie wir im täglichen Leben uns selbst, anderen und der Natur gegenüber achtsamer und respektvoller begegnen können
  • Wie wir jeden neuen Tag mit rituell begrüßen können

 

Viel Raum für Fragen; die Themen des Workshops entstehen auch im Austausch mit den Teilnehmenden.

 

Der gesamte Workshop wird übersetzt!

 

Zur Person:

Mala Spotted Eagle, Sohn des berühmten Medizinmanns Rolling Thunder, ist in der Western-Shoshone und Cherokee Tradition aufgewachsen. Er lernte viele Jahre bei verschiedenen Medizinleuten, spirituellen Führern und indianischen Ältesten. Als junger Mann begleitete er seinen Vater auf dessen Vortragsreisen in den USA und Europa und arbeitete für die Red Wind Foundation, in der das traditionelle Wissen seiner Vorfahren weitergegeben wird. Sein ganzes Leben widmete Mala jungen amerikanischen Natives und der Wiederherstellung von Respekt und Wertschätzung für die Lebensweise und Spiritualität seines Volkes. Dabei ist es Mala ein großes Anliegen das Wissen über seine Kultur weiterzugeben und dabei kulturübergreifende Brücken zu spannen.

Vor etwa 10 Jahren gründete Mala die Gemeinschaft „Nanish Shontie“ in Oregon, USA, mit dem Ziel einen Ort des Austausches zu schaffen und der Möglichkeit kulturelle Brücken zu spannen. (www.nanish.org)

Mala ist ein sehr bescheidener Mensch von großer Herzenswärme, von tiefem Respekt und tiefer Weisheit. Mala zu treffen und ihm zuzuhören ist ein sehr berührendes und  unvergessliches Ereignis.

Termin: 1.-2. Oktober 2011

Zeit: SA: ab 10 Uhr bis SO ca. 14 Uhr

Kosten: 100 Euro + 25 Euro Verpflegung

Alle Einnahmen gehen an die non profit Gemeinschaft Nanish Shontie (www.nanish.org)

Ort: Hasenheide bei Tulfes

Dort übernachten wir auch!

Anmeldung: Anna-Katharina Schumacher; anna.shiatsu@gmx.at; Tel: 0650- 87 057 47

Nähere Infos, was wir benötigen, etc. bekommst Du bei der Anmeldung

 

Chinesisches Neujahrsfest 2011

Chinesisches Neujahrsfest und Frühlingsfest

Februar 2011

Das chinesische Frühlingsfest Chunjie ist gleichzeitig das chinesische Neujahr. Nach dem chinesischen Kalender wird es am 1. Tag des 1. Monats gefeiert.

Zu den wichtigsten Bräuchen und Vorbereitungen gehört der Rituelle Hausputz, bei dem die ganze Familie mitmacht. Zur Verabschiedung des alten Jahres bespritzt man Haus und Hof mit Wasser und bringt einen glückwünschenden Spruch an seiner Haustür an.

In der Chuxi -Nacht, dem Silvesterabend, treffen sich in China die Familien, essen gemeinsam und entzünden überall Lichter, um alles Dunkle zu verscheuchen. Mit Weihrauchopfern und Feuerwerken gedenkt man der Ahnen.

Erst am nächsten Tag werden andere Verwandte und Freunde besucht. Dazu ziehen die Chinesen neue Kleidung an, wünschen sich Glück und feiern das Neujahrsfest mit Tanz, traditionellen Spielen, Theater und Märkten.

Termine Chinesisches Neujahr 2011-2019

Chinesische Neujahr 2011: 3. Februar 2011
Beginn Jahr des Metall-Hasen (xinmao)

http://de.wikipedia.org/wiki/Chinesisches_Neujahrsfest

2010 in review

The stats helper monkeys at WordPress.com mulled over how this blog did in 2010, and here’s a high level summary of its overall blog health:

Healthy blog!

The Blog-Health-o-Meter™ reads This blog is doing awesome!.

Crunchy numbers

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A Boeing 747-400 passenger jet can hold 416 passengers. This blog was viewed about 4,200 times in 2010. That’s about 10 full 747s.

 

In 2010, there were 11 new posts, growing the total archive of this blog to 43 posts. There were 26 pictures uploaded, taking up a total of 12mb. That’s about 2 pictures per month.

The busiest day of the year was July 15th with 109 views. The most popular post that day was truegongfu auf facebook.

Where did they come from?

The top referring sites in 2010 were de.wikipedia.org, yiquan-werkstatt.de, jayoga.com, facebook.com, and c-h-i.50megs.com.

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Attractions in 2010

These are the posts and pages that got the most views in 2010.

1

truegongfu auf facebook June 2010

2

Kursangebot May 2008

3

Vergleich Yiquan Taijiquan June 2008
1 comment

4

Martin Wundsam – Seiki, Shinto und Shiatsu October 2008

5

About truegongfu April 2008

16. Seminar mit Jumin Chen

Wir nähern uns dem Ende der Ausbildung und es wird deutlich, dass die kampfkunstorientierte Anwendung immer mehr Raum gewinnt. In diesem Seminar wurden in intensiver Gruppenarbeit die 12 wichtigsten Shili-Übungen analysiert, und zwar in Bezug auf

  • Bewegung
  • Vorstellung
  • Bedeutung (Funktion, Anwendung)

Am interessantesten und am meisten diskutiert wurde dabei wohl die Anwendung, bzw. der Bezug zum Tuishou. Dabei bewegt man sich in einem schwierigen Spannungsfeld. Einerseits hat sich Wang Xiangzhai mit seinem Yiquan System ja radikal vom Ansatz festgelegter Techniken mit konkreten Anwendungen und Übungsformen gelöst, andererseits muss man das Training strukturieren und kann mit hilfreichen Grundelementen und Prinzipien die Umsetzung im Tuishou und Sanshou (Freikampf) erleichtern.

Meiner Meinung nach wird deutlich, dass Jumin Chen sich dem Prinzip des eigenen Forschens sehr verpflichtet fühlt und den „formlosen“ Charakter des Yiquan bewahren will. Bewegungen, die nur äußerlich vom Lehrer kopiert werden, ohne eine innere Lebendigkeit, ohne mit Sinn gefüllt zu werden, ohne inneres Verständnis, können nur zu einer toten Kampfkunst führen. Zu starke Eingriffe des Lehrers könnten die Entwicklung und die Eigenständigkeit einschränken.

Dem gegenüber steht das Bedürfnis der Schüler, auf diesem mühevollen und langwierigen Weg der Erkenntnis Hilfestellung zu bekommen und vielleicht die eine oder andere Abkürzung nehmen zu können. Wie gewöhnlich hat wohl der Lehrer mehr Zeit als der Schüler.

Eine solche Lebendigkeit war bei der gemeinsamen „Forschungsarbeit“ jedenfalls zu spüren, zumal auch die Erfahrungen, die einige Schüler in China bei Yao Chengrong gemacht hatten, in die Diskussion einflossen.  Wie schön, dass hier in Europa, wo sich Yiquan wohl auch an die Bedürfnisse europäischer Schüler anpassen und bis zu einem gewissen Grad eigenständig entwickeln wird, die Verbindung zum fernen Ursprungsland China mit der direkten Übertragungslinie von Jumin Chen (Ehrenpräsident von Yao Chengrongs Beijing Yiquan Academy) über Yao Chengrong so stark zu spüren ist!

Sommergespräche

Am Anfang dieses Sommers, als es ja tatsächlich ein paar heiße Tage gab, trafen wir uns endlich einmal bei Thomas in Grabenstätt. Ja, wir haben auch gepusht, vor allem aber gegrillt, im Garten von Tomas und Verena (und zwar mit einem Dreifuß), und auch in der Sonne am Tüttensee, wo sich folgendes Gespräch entspann…

Stefan: Ich frage mich ja immer wieder warum Yoga im Vergleich zu den chinesischen Systemen so viel bekannter und populärer zu sein scheint. Was glaubt ihr woran das liegt?

Martin: Naja, ich glaube das hat schon geschichtliche Gründe. Yoga ist halt schon sehr früh nach Amerika und damit in den Westen gekommen. Das war damals in den Sechzigern, als man auf der Suche nach neuen Antworten erstmal nach Indien geschaut hat. Yoga ist deshalb schon lange bekannt.

S: Du beziehst dich jetzt auf die Hippiebewegung mit dem späteren New-Age und dem Human Potential Movement. Das stimmt, man hat aus einer gewissen Unzufriedenheit und spirituellen Leere Antworten in Asien und dort wohl zuerst in Indien gesucht. Damit hast du auch schon angesprochen, dass Yoga ja eigentlich ein spiritueller Entwicklungsweg ist. Die Frage ist, ob das heute noch so eine Rolle spielt. Ich kann mich erinnern dass ein ganz klassisches Buch über Yoga den Titel „Sport und Yoga“ hatte. Außerdem kann ich mich erinnern, dass in den frühen Publikationen oft die Wissenschaftlichkeit des Systems betont wurde. Ob man sich da schon an die westlichen Bedürfnisse anpassen wollte?

Verena: Und später wurde das halt auch durch die Stars in Hollywood bekannt, Madonna zum Beispiel.

M: Die Frage ist, was hat Yoga so wie es heute im Westen hauptsächlich unterrichtet wird noch mit dem eigentlichen Yoga zu tun.

S: Du meinst weil hauptsächlich Asanas gelehrt werden? Pranayama oder gar Dhyana (Meditation) spielen ja in den meisten Yogazentren eine geringe Rolle.

M: So wie ich das sehe wird da heute halt vor allem gestretcht und vom Streching, wie das so in den 80er Jahren populär wurde, wissen wir ja heute, dass das nichts bringt, eher noch schadet. Ich hab in meiner Praxis dauernd Leute mit Kapselrissen und überdehnten Bändern. Natürlich gibt es auch Ausnahmen. Eine alte Freundin von mir ist Yoga Lehrerin und arbeitet einfach ganz sanft, sie sagt immer, was die Leute brauchen ist nicht mehr Beweglichkeit sondern mehr Stabilität, sie lässt sie nicht so tief in die Posen reingehen und dafür relativ lange halten.

Thomas: Genau, das finde ich gut, dazu muss man halt oft Hilfsmittel wie Gurte oder Klötze verwenden. Iyengar hat das viel gemancht.

M: Ja, Iyengar war sehr genau und hatte wohl ein gutes anatomisches Verständnis. Wenn man dann noch die Vorstellungsarbeit von Yiquan reinbringt, dann wird’s interessant.

S: Das hab ich ja vor … ;-) Worin siehst du das größte Problem im heutigen Yoga Unterricht?

M: Eben in der Tendenz über die Grenzen zu gehen.

S: Ich habe das Gefühl, dass Yoga auch deshalb bei uns so gut ankommt weil es halt doch irgendwie so ein Leistungs-Ding aktiviert, obwohl es überhaupt nicht darum gehen sollte. Die Leute spüren, dass es körperlich anstrengend und schwierig ist und das kennt man von unserem westlichen Ansatz zu Sport oder Training. Und dann kommt halt einer bis zu den Zehen runter und die anderen wollen es auch schaffen, so auf die Art. Beim subtilen Qigong, wo es so sehr um Ruhe und feines Spüren geht, tun sich die Leute bei uns viel schwerer. Sie glauben dann wohl auch oft sie haben zu wenig getan, sich zu wenig angestrengt. Andererseits spüren sie sich zu wenig um gut auf sich zu achten und ihre eigenen Grenzen nicht zu überschreiten. Das ist sehr problematisch und schade, weil ich glaube, beim Yoga geht es eigentlich viel gerade darum, seine eigenen Grenzen zu akzeptieren.

T: Im Feldenkreis nehmen wir uns dafür vier Jahre Zeit. Es dauert vier Jahre bis die Leute das richtig spüren.

S: Jedenfalls werden die Dinge oft ziemlich anders interpretiert, bzw. entwickeln sich anders. Bei Taiji war das ja ähnlich, heute wissen viele Taiji-Übende gar nicht mal, dass es sich bei ihrem System um eine Kampfkunst handelt, oder lehnen das einfach ab. Das ist wirklich bedauerlich, auch Hendrik hat ja gesagt, es ist so eine schöne Kunst nur leider geht die Anwendung einfach total verloren. Ich weiss nicht recht was ich davon halten soll, ich bin da ja eher konservativ, andererseits muss man die Dinge auch lebendig halten und weiterentwickeln, das hat auch Wang Xiangzhai so gesehen, und wenn die Leute heute zum Yoga gehen weil sie wie Madonna auch mit fünfzig noch gut aussehen wollen ist das ja auch ok und wahrscheinlich ist der Effekt unterm Strich positiv.

M: Man muss da schon vorsichtig sein, bei manchen Leuten mach ich mir Sorgen wie es ihnen in zehn Jahren gehen wird. Ich hab in meiner Praxis auch immer wieder Leute denen ich sagen muss, dass sie das Laufen aufgeben sollen, die glauben sie halten sich fit, so wird das ja auch propagiert, aber in Wirklichkeit ruinieren sie sich die Gesundheit, es ist halt nicht alles für jeden geeignet. Was der Guru macht, der sich von klein auf mit seiner spirituellen Entwicklung beschäftigt, ist halt nicht unbedingt das Richtige für den Normalverbraucher.

T: Man darf nicht vergessen, dass das eben eine Vorbereitung auf dem Weg der spirituellen Entwicklung war. Jemand hat mal zu mir gesagt „die Erleuchtung geht nicht selten auf Kosten des Körpers und des Menschen“, das hat mir sehr zu denken gegeben.

S: So gesehen müsste man es ja modifizieren, aber halt nicht unbedingt in Richtung Leistung oder Akrobatik. Wie positioniert sich Feldenkreis da eigentlich?

V: Feldenkreis kann dir helfen, Körper und Bewegungen klarer wahrzunehmen. Kommt darauf an was du machst. Thomas hilft das halt sehr bei seiner Kampfkunst.

S: Das Gefühl hab ich auch bei Yiquan. Man kann das sehr gut in andere Sachen einbauen, nicht nur in Sport und Bewegung auch in Dinge wie Geige oder Klavier spielen. Es gibt einige Profi Musiker die davon sehr profitiert haben. Jumin hat das auch immer wieder betont. Und dann hat Yiquan ja auch den Vorteil, dass es positive Auswirkungen auf die Gesundheit hat.

T: Der Untertitel von Jumin’s Buch ist ja auch „der Weg zur Gesundheit“. Ich denke mir, das gibt seine Richtung  vor.

S: trotzdem sollten wir nicht auf den Kampkunsthintergrund vergessen, sonst nimmt das eine ähnliche Entwicklung wie im Taiji. Mir kommt vor wir reissen hier jede Menge interessante Themen an. Hoffentlich gibt’s ein paar Kommentare auf dem blog!

Kurpark Igls

Von 4. August bis 1. September 2010 wird jeweils Mittwochs um 19h ein freies Sommertraining im Kurpark Igls stattfinden. Hier gibt es die Möglichkeit für Einsteiger Qigong und Yiquan kennen zu lernen und für Fortgeschrittene an eigenen Themen individuell zu arbeiten. Mit fortgeschrittenen Yiquan Schülern werden die Grundlagen des Pushhands geübt, Taiji Leute sind ebenfalls zum Tuishou willkommen!

Der Übungsplatz ist eine kleine, schattige Aussichtsplattform auf der Nordseite des Parks, einfach vom Teich Richtung Nordkette gehen oder im Zweifelsfall anrufen ! 0650-7446447

Hendrik mit Jumin

T: Hendrik, du warst grad einige Zeit zum Yiquan Training in in Beijing.

H: Ja, ich war insgesamt für drei Wochen dort. Es war ein erster Einstieg für mich an der Zhong Yi Wu Guan, eine Gelegenheit mal zu sehen wie dort trainiert wird und wie man einen Aufenthalt organisieren kann.

T: Du warst also bei Meister Yao Chengrong, einem der beiden Yao Zwillinge, die über ihren Vater Yao Zongxun die direkte Linie zu Wang Zhangzhai repräsentieren.

H: Ja genau, ich war bei Meister Yao Chengrong. Auch unser Lehrer Jumin hat ja eine direkte Verbindung zu ihm, und dank seiner Vermittlung hat alles gut geklappt.
Eigentlich wolte ich schon zu Yao seit ich das erste Video gesehen hatte auf Youtube. Meister Yao Chengrong ist wirklich extrem beeindruckend und wirklich noch einer der wenigen Lehrer der alten Garde…er hat echtes Gongfu, das merkt man sofort. Durch die Yiquan Ausbildung bei Meister Jumin Chen war ich optimal vorbereitet und konnte dem Training ohne Schwierigkeiten folgen da man alle Übungen und Inhalte kennt.

T: Wie hast du dort trainiert?

H: Sehr intensiv, ich war einerseits beim normalen Training und zwar jeweils vormittags und nach zwei Stunden Pause auch Nachmittags oder Abends. Außerdem hatte ich Montag/Mittwoch/Freitag immer am Nachmittag Privatstunden. Meister Yao Chengrong ist ein sehr  herzlicher Mensch und wir haben mit grosser Freude trainiert. Auch mit seinem Sohn Yao Yue kann man übrigens wirklich super trainieren, er ist fair beim pushen und  man lernt sehr viel von ihm. Seine Pushhands Skills sind wirklich unglaublich.

T: Was hattest du für einen Eindruck?

H: Naja, dort wird einfach sehr realistisch und kampfkunstorientiert trainiert. Die Leute sind alle sehr gut. Sie pushen jeden Tag und ich bin nicht gerade geschont worden. Aber man lernt sehr viel  gerade dadurch. Durch Christian Bauer, der dort ja schon seit 6 Jahren trainiert, hat man auch viel  Feinkorrektur und  er erklärt die Theorie auch sehr gut  da er das Wissen ja direkt von Chinesisch ins Deutsche übersetzen kann. Die Schüler sind offen und üben  sehr viel mit einem. Natürlich ist es schon hart wenn man 6 Stunden am Tag macht aber nach einer Woche hat man sich daran gewöhnt. Und was mir auch wichtig ist, es wird halt auch Sparring gemacht, sie haben ein Sanshou System und trainieren es auch. Das hab ich im Taiji immer vermisst, deswegen ist mir dieser Aspekt im Yiquan wichtig. Ich habe 60-jährige Sparring machen sehen. Da ist man schon beeindruckt.

T: Wie hat Yao unterrichtet, auf Englisch?

H: Nein, er spricht nur chinesisch. Er ist aber sehr engagiert und sieht sofort wo das Problem liegt. Er gibt sehr gute Korrekturen die einem wirklich weiterhelfen. Ausserdem sind fast immer Leute da die Englisch beherrschen und  übersetzen.  Die Sprache war kein Problem. Es macht unheimlich Spass mit Meister Yao Chengrong zu trainieren und er schaut wirklich dass alles passt, dass man versteht was er meint.

T: Wie bist du mit dem Chinesisch klargekommen?

H: Ich habe mich schon vorbereitet, ich war ja schon öfter in China und hab schon einiges an Chinesisch gelernt die letzten Jahre. Aber ist schon sehr hilfreich wenn man die Wörter für die Kraftrichtungen und Kräfte kennt.  Ohne den Unterricht bei Meister Jumin Chen und das Training bei der Europäischen Yiquan Aklademie hätte ich aber nicht soviel umsetzen können, es ist schon wichtig das man den entsprechenden Unterbau hat. Außerdem war oft Christian Bauer dabei, der ja sehr gut chinesisch spricht.

T: Was für einen Unterrichtsstil hat Yao?

H: Nun, er ist sehr erdig, gar nicht esoterisch. Er spricht immer von den Kraftrichtungen und benutzt kaum abstrakte Vorstellungen. Es wird alles ganz nüchtern und technikorientiert erklärt. Trotzdem geht der Unterricht  wie auch bei Meister Jumin Chen sehr in die Tiefe, es ist wirkliche Feinarbeit  am Nervensystem. Aber ich denke der Unterricht passt sich auch dem Niveau der Schüler an, die wirkliche Tiefe dessen was man lernt kann man am Anfang noch gar nicht ermessen.

T: Welche Inhalte habt ihr trainiert und wie war der Aufbau des Trainings?

H: Wir haben einzelne Übungen sehr lange trainiert. Zuerst Zhan Zhuang, dann Shili, dann mit Schritte, Fali, Pushhands. Sehr oft haben wir eine Stunde lang eine Übung einschließlich ihrer unterschiedlichen Variationen und Anwendungen geübt. Zhanzhuang haben wir dort nicht so lange gemacht, ich glaube die Leute üben das eher zuhause. Im Unterricht steht man nur 15-20 Minuten, dann kommt Shili, Fali und Pushhands. Mir wurde aber von den Schülern gesagt  für die Gesundheit 60 Minuten Zhan Zhuang, für den Kampf 90 Minuten. Meister Yao legt sehr viel Wert auf das Prinzip der gegensätzlichen Kräfte (Mao Dun Li) und baut das sehr früh in seinen Unterricht ein. Er sagt ohne dieses Prinzip dauert es sehr lange bis das Yiquan funktioniert. Das Training wird nicht so langsam aufgebaut, es kommt gleich so ziemlich alles. Er setzt ziemlich schnell alles zusammen und es ist ihm wichtig gleich die Einheit zu üben. Irgendwie  geht das dann auch  unter seiner Anleitung.  Phänomenal.

T: Wie ist das so wenn man als Westler nach China kommt?

H: Naja, leicht ist das nicht gerade. Jedenfalls wird einem ziemlich auf den Zahn gefühlt und man spürt am Anfang eher eine gewisse Geringschätzung. Jetzt kommt der Ausländer und will hier auch mitmischen, so ungefähr. Es dauert ein paar Tage bis man akzeptiert ist.  Und wenn man kontert ist die Anwort nicht zimperlich,  da ist von Schlägen ans Kinn bis hart gegen die Wand gepusht werden alles dabei, man sollte eher  vorsichtig sein. Vor allem auf seine Finger und Hände muss man aufpassen. Aber das ist gut denn dann lernst Du wirklich unter Druck  locker zu agieren und doch gelöst und wach zu bleiben. Trotz der ungewohnten Härte im Pushhands passieren aber keine Verletzungen, es ist schon ok.

T: War es schwierig diesen Aufenthalt zu organisieren, ich meine mit Anreise und Unterkunft und so weiter?

H: Nein, eigentlich gar nicht. Die Flüge kosten zwischen 500 und 700 Euro und direkt bei der Schule gibt es ein günstiges Hotel mit gutem Service um etwa 20 Euro die Nacht.

T: Hast du von deinem Aufenthalt profitiert?

H: Ja, sehr. Natürlich wäre ich gerne länger geblieben aber es war ein guter erster Einstieg und  ich flieg so schnell wie möglich wieder hin. Nun weiss ich noch deutlicher wie man Yiquan wirklich trainieren soll, und was Meister Jumin Chen immer meint wenn er davon spricht „Gas zu geben und keine Zeit zu verlieren“. Durch Meister Yao Chengrong ist man noch mehr motiviert da man das Ergebnis der Übungen sieht. Er hat mir soviel gegeben und das muss ich nun austrainieren. Man kriegt wirklich viel Stoff zum arbeiten. Yiquan ist eine grossartige und tiefe Kunst die schnell in der Anwendung funktioniert.

T: Ich nehme an du wirst ein paar Videos ins Youtube stellen.

H: Ich durfte ausnahmsweise aufnehmen  aber leider darf ich das Material nur persönlich  privat nutzen. Ich  arbeite aber das  gelernte  mit meinen Schülern aus und  stelle die Sachen auf  meinen  Youtube Kanal.

T: Super, danke für deine Infos!

H:Ich habe zu danken Zwinkernd

Quantenphysik

Ein berühmtes Zitat von Wang Zhangzhai lautet: „Eine kleine Bewegung ist besser als eine große Bewegung, keine Bewegung ist besser als eine kleine Bewegung.“ Beim Zhanzhuang arbeiten wir mit der Vorstellung (Yi) von Bewegung, und zwar im fortgeschrittenen Stadium mit den sogenannten widerstreitenden Kräften. Das bedeutet, dass wir beim nach vorne schieben gleichzeitig nach hinten ziehen, beim steigen gleichzeitig sinken und beim schließen gleichzeitig öffnen (shun li ni xing). Wenn wir uns das Yiquan Prinzip der widerstreitenden Kräfte, die sozusagen als Potenzial in alle Richtungen ständig präsent sind, vergegenwärtigen, wird klar, dass das was als „keine Bewegung“ bezeichnet wird, eigentlich eher die Möglichkeit der Bewegung in alle Richtungen gleichzeitig bedeutet, bzw. Bewegungen, die so klein (und kurz) sind (nur in der Vorstellung stattfinden, was wiederum bedeutet als neuronaler Impuls), dass sie nicht mehr als Bewegung bezeichnet werden können. Bei der Chengbao Position halten wir in der Vorstellung einen Ball, der den Raum zwischen den Armen ausfüllt. Dieser Raum muss „voll“ sein, damit unsere Struktur beim Pushen stabil bleibt. Hier haben wir zum Beispiel die gegensätzlichen Kräfte des Ausdehnens und Zusammenziehens, genau wie bei einem luftgefüllten Ball, bei dem der Luftdruck nach außen dehnt und die elastische Haut des Balles zu seinem Zentrum hin zieht.

Wenn man nun die Sichtweise der Quantenphysik betrachtet sind einige interessante Parallelen erkennbar. Ein Quantenphysiker würde z.B. ein festes Objekt, wie etwa einen Tisch, gar nicht als so fest wahrnehmen. Er weiß, dass der Tisch aus Teilchen besteht, die eine relativ geringe Masse haben und zwischen denen sich eigentlich sehr viel leerer Raum befindet. Weiters weiss der Physiker seit dem Doppelspaltexperiment, dass sich die einzelnen Quanten nicht an einem definitiven Ort aufhalten sondern vielmehr das Potenzial haben, hier oder dort zu sein. Erst wenn der Beobachter „hinschaut“ sind die Teilchen entweder hier oder dort, vorher sind sie potenziell überall. Ähnlich verhält es sich wohl mit den Kräften beim Yiquan. Erst wenn der Gegner etwa schiebt, prallt er von unserer schiebenden Kraft ab oder wird von der gleichzeitig potenziell vorhandenen Gegenrichtung gezogen.

Zumindest könnte man sich das als Nicht-Quantenphysiker und  Yiquan-Adept so vorstellen…

Artikel veröffentlich in den Salzburger Nachrichten:

STEHEN WIE EIN BAUM

oder: keine Bewegung ist die Mutter aller Bewegungen

Viele Wege führen zur Fitness: Man kann sich in der Kraftkammer abrackern, in Laufschuhen seine Runden drehen. Man kann es mit Qigong, Taiji, Yoga, Pilates oder den fünf Tibetern versuchen. Immer jedoch ist, in Abstufungen, Bewegung nötig.
Anders beim Yiquan. Das klingt, richtig (I-Tschuen) ausgesprochen, wie ein Nieslaut. Und wenn freundliche Mitmenschen das mit „Gesundheit“ quittieren, haben sie den Nagel auf den Kopf getroffen. Zumindest wenn man Meister Jumin Chen, der in Salzburg lebt und Yiquan im deutschen Sprachgebrauch lehrt, glaubt. Denn diese traditionelle chinesische Methode soll Geist und Körper fit halten, bei Beschwerden helfen und auch heilen.
„Eine kleine Bewegung ist besser als eine große Bewegung, keine Bewegung ist die Mutter aller Bewegungen“, sagt der Meister. Vom Schwitzen beim Sport hält Jumin Chen nicht viel. „Wenn man zwei Prozent Wasser verliert, sinkt die Leistung um 20 Prozent.“
Die Bewegung, die im Yiquan gelehrt wird, spielt sich im Kopf ab. Die Grundübung heißt denn auch : „Stehen wie ein Baum.“ Während der Körper im entspannt Stehen ruht, arbeitet der Geist, ist die Vorstellungskraft, chinesisch Yi, gefordert. Ein Beispiel: der Übende stellt sich vor vorn und und von hinten, der Oberkörper drückt jeweils dagegen. Ohne sich sichrbar zu bewegen, ohne spürbare Anspannung. Gleichzeitig verbindet die Hände, die auf Brusthöhe gehoben sind, eine imaginäre Stahlfeder. Die wird – nur im Geist – zusammengedrückt und auseinandergezogen. Anfänger halten das einige Minuten aus, Fortgeschrittene können bis zu einer Stunde und länger stehen. Wobei die imaginierten Bewegungen variieren und sich in insgesamt sechs Richtungen ausdehnen. Wang Xiahngzhai, der um 1930 Yiquan als innere Kampfkunst begründet hat, nannte es „ein kraftloses Training, um Kraft zu erwerben; Bewegungslosigkeit, um die Bewegung zu perfektionieren.“
Das „Stehen wie ein Baum“, eigentlich „Stehen wie ein Pfahl“ (chin.: Zhanzhuang), ist die Grund- und Basisübung. Tatsächlich gibt es auch weitere Übungsstufen, in denen sanfte Bewegungen – kombiniert mit Vorstellung – eine Rolle spielt. Und wer will, kann Yiquan auch als Kampfkunst erlernen. Bis dahin ist es aber ein weiter Weg, wie auch ein ungeduldiger junger Mann feststellen musste: „Wann tu ma boxen?“, wollte er am ersten Tag wissen. „Nicht im ersten Semester“, meinte Meister Chen lächelnd. Der junge Mann kam nie wieder.

NORBERT LUBLASSER

Trotz aller Vorbehalte gegenüber sozialen Netzwerken im Allgemeinen und facebook im Speziellen sind wir jetzt auf facebook zu finden und laden alle Kampfkunstinteressierten zur Vernetzung ein! Einfach nach truegongfu suchen, vielleicht lerne ich auch noch mal wie man facebook bedient und vieleicht sogar wie man so ein Icon mit link einfügt, wie man das jetzt plötzlich bei so gut wie allen Firmenauftritten usw. sieht. Vielleicht hat ja auch jemand einen Tip…

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