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Archive for the ‘Uncategorized’ Category

Altes Wissen – Neue Bewusstheit

Rück-Verbindung zur „Mutter Erde“

Workshop mit Mala Spotted Eagle – einem native American

 

In einer Verbindung aus Vorträgen und praktischen Aktivitäten greift Mala Spottet Eagle in diesem Workshop auf die Weisheiten der amerikanischen Ureinwohner zurück um die Seminarteilnehmenden an eine tiefere Verbindung zur Mutter Erde heranzuführen.

Wir werden entdecken, wie uns diese Lebensweise hilft, eine stärkere persönliche Beziehung zur Natur zu entwickeln und wie wir aus dieser Verbindung im Alltagsleben Kraft beziehen können.

Der Workshop wird uns Möglichkeiten aufzeigen wie wir unseren persönlichen spirituellen Pfad vertiefen können, indem wir Weisheiten und Traditionen von nativen Völkern nutzen und in den Kontext einer modernen Lebensweise stellen. Wir erinnern uns an unsere persönliche Verbindung zur Natur und wie wir mit der Erde, mit uns untereinander und mit uns selbst im täglichen Leben auf respektvollere Art und Weise umgehen können.

 

Einige Themen im Workshop werden sein:

  • Wie wir negative Gedanken in positive Energie umwandeln können
  • Wie wir verschiedene Elemente der Natur, wie zB Hitze, Kälte, Dunkelheit,… willkommen heißen und mit ihnen besser umgehen können
  • Wie wir im täglichen Leben uns selbst, anderen und der Natur gegenüber achtsamer und respektvoller begegnen können
  • Wie wir jeden neuen Tag mit rituell begrüßen können

 

Viel Raum für Fragen; die Themen des Workshops entstehen auch im Austausch mit den Teilnehmenden.

 

Der gesamte Workshop wird übersetzt!

 

Zur Person:

Mala Spotted Eagle, Sohn des berühmten Medizinmanns Rolling Thunder, ist in der Western-Shoshone und Cherokee Tradition aufgewachsen. Er lernte viele Jahre bei verschiedenen Medizinleuten, spirituellen Führern und indianischen Ältesten. Als junger Mann begleitete er seinen Vater auf dessen Vortragsreisen in den USA und Europa und arbeitete für die Red Wind Foundation, in der das traditionelle Wissen seiner Vorfahren weitergegeben wird. Sein ganzes Leben widmete Mala jungen amerikanischen Natives und der Wiederherstellung von Respekt und Wertschätzung für die Lebensweise und Spiritualität seines Volkes. Dabei ist es Mala ein großes Anliegen das Wissen über seine Kultur weiterzugeben und dabei kulturübergreifende Brücken zu spannen.

Vor etwa 10 Jahren gründete Mala die Gemeinschaft „Nanish Shontie“ in Oregon, USA, mit dem Ziel einen Ort des Austausches zu schaffen und der Möglichkeit kulturelle Brücken zu spannen. (www.nanish.org)

Mala ist ein sehr bescheidener Mensch von großer Herzenswärme, von tiefem Respekt und tiefer Weisheit. Mala zu treffen und ihm zuzuhören ist ein sehr berührendes und  unvergessliches Ereignis.

Termin: 1.-2. Oktober 2011

Zeit: SA: ab 10 Uhr bis SO ca. 14 Uhr

Kosten: 100 Euro + 25 Euro Verpflegung

Alle Einnahmen gehen an die non profit Gemeinschaft Nanish Shontie (www.nanish.org)

Ort: Hasenheide bei Tulfes

Dort übernachten wir auch!

Anmeldung: Anna-Katharina Schumacher; anna.shiatsu@gmx.at; Tel: 0650- 87 057 47

Nähere Infos, was wir benötigen, etc. bekommst Du bei der Anmeldung

 

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2010 in review

The stats helper monkeys at WordPress.com mulled over how this blog did in 2010, and here’s a high level summary of its overall blog health:

Healthy blog!

The Blog-Health-o-Meter™ reads This blog is doing awesome!.

Crunchy numbers

Featured image

A Boeing 747-400 passenger jet can hold 416 passengers. This blog was viewed about 4,200 times in 2010. That’s about 10 full 747s.

 

In 2010, there were 11 new posts, growing the total archive of this blog to 43 posts. There were 26 pictures uploaded, taking up a total of 12mb. That’s about 2 pictures per month.

The busiest day of the year was July 15th with 109 views. The most popular post that day was truegongfu auf facebook.

Where did they come from?

The top referring sites in 2010 were de.wikipedia.org, yiquan-werkstatt.de, jayoga.com, facebook.com, and c-h-i.50megs.com.

Some visitors came searching, mostly for facebook, facebook icon, jumin chen, truegongfu, and julia mölk.

Attractions in 2010

These are the posts and pages that got the most views in 2010.

1

truegongfu auf facebook June 2010

2

Kursangebot May 2008

3

Vergleich Yiquan Taijiquan June 2008
1 comment

4

Martin Wundsam – Seiki, Shinto und Shiatsu October 2008

5

About truegongfu April 2008

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Kurpark Igls

Von 4. August bis 1. September 2010 wird jeweils Mittwochs um 19h ein freies Sommertraining im Kurpark Igls stattfinden. Hier gibt es die Möglichkeit für Einsteiger Qigong und Yiquan kennen zu lernen und für Fortgeschrittene an eigenen Themen individuell zu arbeiten. Mit fortgeschrittenen Yiquan Schülern werden die Grundlagen des Pushhands geübt, Taiji Leute sind ebenfalls zum Tuishou willkommen!

Der Übungsplatz ist eine kleine, schattige Aussichtsplattform auf der Nordseite des Parks, einfach vom Teich Richtung Nordkette gehen oder im Zweifelsfall anrufen ! 0650-7446447

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Artikel veröffentlich in den Salzburger Nachrichten:

STEHEN WIE EIN BAUM

oder: keine Bewegung ist die Mutter aller Bewegungen

Viele Wege führen zur Fitness: Man kann sich in der Kraftkammer abrackern, in Laufschuhen seine Runden drehen. Man kann es mit Qigong, Taiji, Yoga, Pilates oder den fünf Tibetern versuchen. Immer jedoch ist, in Abstufungen, Bewegung nötig.
Anders beim Yiquan. Das klingt, richtig (I-Tschuen) ausgesprochen, wie ein Nieslaut. Und wenn freundliche Mitmenschen das mit „Gesundheit“ quittieren, haben sie den Nagel auf den Kopf getroffen. Zumindest wenn man Meister Jumin Chen, der in Salzburg lebt und Yiquan im deutschen Sprachgebrauch lehrt, glaubt. Denn diese traditionelle chinesische Methode soll Geist und Körper fit halten, bei Beschwerden helfen und auch heilen.
„Eine kleine Bewegung ist besser als eine große Bewegung, keine Bewegung ist die Mutter aller Bewegungen“, sagt der Meister. Vom Schwitzen beim Sport hält Jumin Chen nicht viel. „Wenn man zwei Prozent Wasser verliert, sinkt die Leistung um 20 Prozent.“
Die Bewegung, die im Yiquan gelehrt wird, spielt sich im Kopf ab. Die Grundübung heißt denn auch : „Stehen wie ein Baum.“ Während der Körper im entspannt Stehen ruht, arbeitet der Geist, ist die Vorstellungskraft, chinesisch Yi, gefordert. Ein Beispiel: der Übende stellt sich vor vorn und und von hinten, der Oberkörper drückt jeweils dagegen. Ohne sich sichrbar zu bewegen, ohne spürbare Anspannung. Gleichzeitig verbindet die Hände, die auf Brusthöhe gehoben sind, eine imaginäre Stahlfeder. Die wird – nur im Geist – zusammengedrückt und auseinandergezogen. Anfänger halten das einige Minuten aus, Fortgeschrittene können bis zu einer Stunde und länger stehen. Wobei die imaginierten Bewegungen variieren und sich in insgesamt sechs Richtungen ausdehnen. Wang Xiahngzhai, der um 1930 Yiquan als innere Kampfkunst begründet hat, nannte es „ein kraftloses Training, um Kraft zu erwerben; Bewegungslosigkeit, um die Bewegung zu perfektionieren.“
Das „Stehen wie ein Baum“, eigentlich „Stehen wie ein Pfahl“ (chin.: Zhanzhuang), ist die Grund- und Basisübung. Tatsächlich gibt es auch weitere Übungsstufen, in denen sanfte Bewegungen – kombiniert mit Vorstellung – eine Rolle spielt. Und wer will, kann Yiquan auch als Kampfkunst erlernen. Bis dahin ist es aber ein weiter Weg, wie auch ein ungeduldiger junger Mann feststellen musste: „Wann tu ma boxen?“, wollte er am ersten Tag wissen. „Nicht im ersten Semester“, meinte Meister Chen lächelnd. Der junge Mann kam nie wieder.

NORBERT LUBLASSER

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Trotz aller Vorbehalte gegenüber sozialen Netzwerken im Allgemeinen und facebook im Speziellen sind wir jetzt auf facebook zu finden und laden alle Kampfkunstinteressierten zur Vernetzung ein! Einfach nach truegongfu suchen, vielleicht lerne ich auch noch mal wie man facebook bedient und vieleicht sogar wie man so ein Icon mit link einfügt, wie man das jetzt plötzlich bei so gut wie allen Firmenauftritten usw. sieht. Vielleicht hat ja auch jemand einen Tip…

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Ein Bericht von Thomas Bauer.

„ Wenn Du nichts tust, hast du Zeit viel zu tun “
(Jumin Chen)

Seit nunmehr eineinhalb Jahren, genau gesagt seit dem 7. März 2008, läuft die erste Yiquan Lehrerausbildung durch Jumin Chen in Seeham bei Salzburg in Österreich. Seit dem sind zehn Kurse vergangen, womit die Halbzeit überschritten ist, und es an der Zeit ist ein Resümee zu halten.

Erste Yiquan Ausbildungsgruppe in Salzburg
Die Teilnehmer des ersten Jahrgangs der Yiquan Lehrerausbildung mit Meister Jumin Chen in der Mitte

Yiquan, eine im europäischen Raum noch relative unbekannte und wenig verbreitete Kampfkunst, wird seit mehreren Jahren vom chinesischen Meister Jumin Chen zuerst in München, dann in Salzburg und nun auch in verschiedenen weiteren österreichischen, schweizerischen und deutschen Städten gelehrt. Aufgrund der starken positiven Resonanz auf die regelmäßigen Kurse in Form von Abend, Wochenend- und Wochenveranstaltungen, entwickelte Meister Chen eine Lehrerausbildung, die sich in achtzehn Wochenendseminare gliedert und über einen Zeitraum von drei Jahren erstreckt. Damit wollte er interessierten Schülern die Möglichkeit bieten diese Kampfkunst strukturiert und in allen Einzelheiten zu erlernen und ermöglicht dadurch eine stärkere Weiterverbreitung des Yiquan.

Yiquan unterscheidet sich von anderen Kampfkünsten im Wesentlichen durch zwei Aspekte.

Zum Einen entwickelt sie die innere Kraft über den Weg körperlicher Entspannung und geistiger Vorstellungsarbeit. Der Großteil des Trainings besteht aus Zhanzhuang- (Stehen wie ein Baum) und Shili (Fühlen der Kraft in der langsamen Bewegung). Beides sind Übungen, bei denen ohne jegliche äußere, muskuläre Kraftanwendung nur durch Vorstellungsarbeit die Kraft im Körper erspürt und entwickelt wird. Diese Art von Übungen lassen einen außen stehenden Betrachter vermuten der Übende würde nur untätig „herum stehen“; in Wirklichkeit leistet er intensive und konzentrierte geistige Arbeit, die dazu führt, dass er seine Kraft, Aufmerksamkeit und Beweglichkeit schult und damit verbunden seinen gesamten Gesundheitszustand deutlich verbessert. Von diesem Prinzip des Trainings durch Vorstellungsarbeit rührt der Name Yiquan, der mit Geistkampfkunst übersetzt werden kann.

Das zweite wichtige Unterscheidungsmerkmal ist das vollständige Fehlen von festgelegten Übungsformen wie sie aus dem Taiji Quan, Karate, Taekwon-Do, etc. bekannt sind. Der Yiquan Schüler übt aus einem großen Repertoire an einzelnen Vorstellungen, Haltungen und Bewegungen, die er nahezu beliebig aneinander reiht und kombiniert. Im Kampf führt das dazu, dass einer Aktion des Gegners eine natürliche, spontane Reaktion, bzw. (Gegen-)Aktion folgt anstatt einer einstudierten, vorgegebenen Antwort. Ziel des Yiquan ist es somit die natürlichen Reflexe und Kampffähigkeiten zu entwickeln, wodurch eine größtmögliche Schnelligkeit im Kampf erreicht wird.

Aufgrund der vielen Entspannungs- und Konzentrationsübungen, die tief in den Körper und dessen Funktionen hinein wirken, ist Yiquan in hohem Maße gesundheitsfördernd und wird deshalb auch vielfach praktiziert, ohne dass das Ziel eine Kampfkunst zu erlernen im Mittelpunkt steht. In Österreich werden entsprechende Kurse deshalb auch von Krankenkassen unterstützt und bezuschusst.

Neben den beiden bereits erwähnten Übungsarten des Zhanzhuang und Shili werden noch vier weitere Kategorien geübt nämlich Mocabu (Schrittübungen), Fali (die Kraft explodieren), Tuishou (schiebende Hände) und Sanshou (freier Kampf). Während Zhanzhuang, Shili, Mocabu und Fali Solotraining darstellen, werden Tuishou und Sanshou mit Partner geübt und dienen dazu das Erlernte im Kampf zur Anwendung zu bringen.

Somit liegt mit Yiquan ein in sich abgeschlossenes System vor, das sich dadurch auszeichnet, dass es sich auf die wesentlichen Aspekte der inneren Kampfkunst beschränkt, und befreit ist von allen Elementen, die schmückender, füllender oder esoterischer Natur sind. Natürlich sind auch in anderen Kampfkünsten Fali- und Tuishou-Übungen zu finden, allein der Weg dorthin ist diesen Kampfkünsten ein völlig anderer.

Die Ausbildung zum Yiquanlehrer hat zum Ziel, den Schülern dieses System durch einen systematischen Aufbau, beginnend mit Entspannungsübungen über das Erspüren und Weiterentwickeln der inneren Kraft bis hin zur äußeren Anwendung dieser Kraft, zu vermitteln.
Damit verbunden ist die Erarbeitung eines theoretischen Grundwissens über das Yiquan und verwandter Wissensgebiete (z.B. Anatomie, Auswirkung auf die Muskulatur, Skelett und Nervensystem, chinesische Philosophie und Geschichte, etc.). Die Schüler erwerben Kenntnisse in der Trainingsgestaltung und der Anwendung des Yiquan in der Therapie und sind nach bestandener Abschlussprüfung in der Lage sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene eigenständig zu unterrichten.

Der gesamte Lehrgang ist grob in drei Blöcke gegliedert:

  1. Grundstufe mit Schwerpunkt auf dem Gesundheitsaspekt. Durch das Erlernen von grundsätzlichen Prinzipien der Entspannung, Haltung, Bewegung und der Vorstellungsarbeit werden die wesentlichen Inhalte des Yiquan verinnerlicht, die innere Kraft erspürt und somit der Grundstock für gelegt die nächsten Stufen gelegt.
  2. Mittelstufe mit dem Ziel die Grundprinzipien weiter zu vertiefen, Anspannung in der Entspannung zu erfühlen bzw. das schnelle Umschalten zwischen Entspannung und Anspannung zu erlernen und die Kraft nach außen wirken zu lassen.
  3. In der Hauptstufe schließlich werden die bereits erlernten Fähigkeiten dahingehend weiterentwickelt, dass sie im Kampf mit einem Gegner angewendet werden können.

In der laufenden Ausbildung wurden neben dem intensiven Training der Grundübungen – Zhanzhuang in der Gesundheits- und in der Kampfstellung (Hunyuan Zhuang), sieben von insgesamt zwölf Shili Übungen sowohl im Stehen als auch in Verbindung mit Mocabu – auch schon erste Fali und Tuishou Übungen praktiziert. Somit wurde der Schritt von der reinen gesundheitsorientierten Anwendung hin zur Anwendung im Kampf bereits eingeleitet. Einzig Sanshou, der freie Kampf, bleibt der Hauptstufe vorbehalten. Mit  jedem Seminar wurden viele neue und spannende Aspekte und Übungen vermittelt, die im eigenen Training zuhause weiter vertieft werden und alle Teilnehmer sind jedes Mal aufs Neue erstaunt ob des intensiven Körpergefühls, das sich durch die immer feinsinnigeren Übungen einstellt.

Aufgrund der großen Nachfrage wurde bereits Ende 2008 die zweite Lehrerausbildung in Österreich gestartet. Die dritte begann am 18. Dezember 2009 in Winterthur (Schweiz).

Jumin Chen, der Leiter dieser Ausbildung ist einer der ersten Vertreter des Yiquan in Europa und hat  seinen Wirkungsschwerpunkt im deutschsprachigem Raum. Geboren 1964 in Jilin (China), lernte er schon als Kind in der Familie und von anderen namhaften Lehrern die Geheimnisse der verschiedenen Stile des Qigong und anderer innerer Kampfkünste. Ab 1985 unterrichtete er diese an einer Hochschule in China bevor er nach Europa übersiedelte und hier seit 1997 sein eigenes Institut in Salzburg leitet. Neben Yiquan unterrichtet er auch hier Qigong, Taiji Quan und Bagua Zhang.

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Im dritten Ausbildungsjahr wird deutlich, dass sich die Inhalte immer mehr Richtung Anwendung und Kampfkunst verlagern. Nachdem wir am letzten Wochenende schon beim freien Training um sechs Uhr morgens eineinhalb Stunden am Stück gestanden waren ging es diesmal schon viel humaner zu. Zhanzhuang trat in den Hintergrund, die Übungen waren dynamischer und es wurde viel mit Partnern geübt.

Aus meiner Sicht waren die folgenden zwei Schwerpunkte festzustellen:

1. Vorstellungsarbeit zur Struktur

  • Kopf nach oben drücken (!)
  • Füße nach unten drücken (ergibt zusammen ein vertikales Auseinanderziehen)
  • Schultern sinken lassen
  • Ellbogen nach außen dehnen
  • Bauch nach hinten drücken
  • Becken nach vorne schließen
  • Finger nach vorne zeigen
  • (unteren) Rücken nach hinten drücken
  • Knie nach außen dehnen
  • Beine nach oben drücken

Diese Prinzipien wurden beim Stehen, Shili und Tuishuo geübt.

2. Drehbewegung

Die Drehbewegung oder Spiralbewegung, die vor allem bei Schlägen deutlich erkennbar ist wurde im Detail verfeinert und in verschiedenen Übungen mit und ohne Partner trainiert:

  • bei Cepi Shili
  • bei Zhiquan, dem (nicht so) geraden Faustschlag
  • bei Tui La, dem Schieben und Ziehen, das im Pushhands anwendung findet.

Zheng Pi Shili

Zhiquan

Tuila Partnerübung

folgende Punkte sind dabei wesentlich:

  • die hintere Hand kommt durch starke Hüftdrehung nach vorne
  • der hintere Fuß dreht auf dem Ballen, die Ferse kommt hoch, ähnlich wie bei einem Golfschlag, nur nicht so extrem
  • das Gewicht wird etwas nach vorne verlagert, aber nicht zu weit damit die Stabilität nach vorne gewahrt bleibt
  • wenn die Hüfte zurückdreht, geht der hintere Fuß zurück in Dingbabu Stellung
  • Gewicht wird zurückverlagert, der vordere Fuß drückt das „Bremspedal“
  • die Kopffeder wird noch etwas stärker nach oben gedrückt als in der vorderen Position

Von diesen dynamischen Übungen aus wurde die Verbindung der Drehbewegung mit der Drachenstellung (Xianlong) deutlich, nicht zuletzt bei einer Stellungswechselübung, bei der von Dingbabu durch Drehung in Hunyuan Zhuang gewechselt wird, eine Bewegung, die sich in die Drachenstellung logisch verlängern lässt.

Abgerundet wurde das Programm durch verschiedene Schritte kombiniert mit Handtechniken, z.B. Gleitschritt vor/zurück, Drehschritt, Zhengpi mit Schritt, Doppelschritt mit seitlichem Öffnen und Vordringen.

Ein interessanter Beitrag von Thomas Bauer reflektierte die Prozesse beim Lernen in einem stufenförmigen Modell, hier beschrieben von der untersten Stufe aufwärts:

unbewusste Inkompetenz:

es gibt etwas, aber ich weiß noch nichts davon. Z.B. es gibt Yiquan, aber nicht in meinem Land, daher kenne ich das nicht.

Jumin bezeichnet diese Stufe als „ohne Xing (Form), ohne Yi (Vorstellung)“

bewusste Inkompetenz

ich weiss jetzt, dass es z.B. Yiquan gibt, aber ich habe noch nichts gelernt. Ich lerne etwas Neues. Mit Xing, ohne Yi.

bewusste Kompetenz

ich habe etwas gelernt und beachte allen wichtigen Punkte um es richtig zu machen. Z.B. ich stehe in Hunyuan Zhuang und achte auf alle Federn etc. Laut Jumin: „vergessen Xing“, mit Yi.

unbewusste Kompetenz

ich beherrsche etwas ohne darüber nachzudenken. Wenn jemand mich fragt wie es geht, muss ich es erst einmal tun und nachsehen was ich da eigentlich tue. Laut Jumin: ohne Xing (Form), ohne Yi (Vorstellung).

Das Problem ist, dass es auf der höchsten Stufe keine Weiterentwicklung mehr gibt. Ich muss wieder zurück auf die zweite Stufe, damit ich mich weiterentwickeln kann. Z.B. wenn ich bereits Englisch spreche, kann ich zusätzlich einen schottischen Dialekt lernen um mich weiterzuentwickeln.

Möglicherweise ist Yiquan ein offenes System, das ein immer tieferes Verständnis und damit auch eine theoretisch endlose Weiterentwicklung ermöglicht. Zumindest scheint das die Intention von Wang Xiangzhai gewesen zu sein, der seine Schüler immer ermutigte, selbst zu forschen und die Methode weiterzuentwickeln. Deshalb weigerte er sich auch eine starre Technik festzulegen. Das Dilemma ist, dass man zumindest eine grob skizzierte „Methode“ oder „Technik“ braucht, um überhaupt mit der Übung beginnen zu können. Wann immer wir aber nach einer Methode üben ist es eigentlich falsch. Ein radikaler Ansatz!

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